Klaus Wosmann ist das, was man im besten Sinne „Inventar“ nennt. Wenn er auf seinem Balkon an der Landwehrstraße sitzt, sieht er nicht nur die Baustellen von heute. Er sieht die Schichten der letzten fünf Jahrzehnte. Seit 1971 lebt und arbeitete er mit kleinen Unterbrechungen im südlichen Bahnhofsviertel, stets in enger Tuchfühlung mit den Straßen, Menschen und Eigenheiten des Viertels. Heute, sagt er, wohne er wieder seit über 27 Jahren in ein und derselben Wohnung. Sein Blick schweift Richtung Innenhof. „Da haben wir schon richtig geil gefeiert“, sagt er und man glaubt es sofort.